DOLORMIN extra Filmtabletten

20 St Filmtabletten

Johnson & Johnson GmbH (OTC)
PZN: 00091089

statt
10,48 €*
5,69 €
+ Warenkorb
Preisvorteil 46 % **
Allgemeine Hinweise:
- Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
- Bei Beschwerden, die länger als 4 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
- Gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulzeration oder Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation, und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
- Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
- Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Dosierung:
Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 7 bis 10 mg Ibuprofen/kg KG als Einzeldosis, bis maximal 30 mg Ibuprofen/kg KG als Tagesgesamtdosis.

Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.

1. Kinder 6-9 Jahre (ca. 20-29 kg):
Einzeldosis: 1/2 Filmtablette (entsprechend 342 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: bis 1,5 Filmtabletten (entsprechend bis 1026 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600 mg Ibuprofen).

2. Kinder 10-12 Jahre (ca. 30-43 kg):
Einzeldosis: 1/2 Filmtablette (entsprechend 342 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 1,5-2 Filmtabletten (entsprechend 1026-1368 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600-800 mg Ibuprofen).

3. Kinder 13-14 Jahre (ca. 44-52 kg):
Einzeldosis: 1/2-1 Filmtablette (entsprechend 342-684 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200-400 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 1,5 -2,5 Filmtabletten (entsprechend 1026-1710 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600-1000 mg Ibuprofen).

4. Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene:
Einzeldosis: 1/2-1 Filmtablette (entsprechend 342-684 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200-400 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 2-3 Filmtabletten (entsprechend 1368-2052 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 800-1200 mg Ibuprofen).

5. Besondere Patientengruppen:
5.1. Ältere Patienten:
Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich. Bei älteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie jedoch häufiger zu unerwünschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang. Daher sollten ältere Menschen besonders sorgfältig überwacht werden.

5.2. Eingeschränkte Nierenfunktion:
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich (bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist die Anwendung kontraindiziert).

5.3. Eingeschränkte Leberfunktion:
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich (bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ist die Anwendung kontraindiziert).

Art und Dauer der Anwendung:
- Die Filmtabletten werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit eingenommen.
- Für Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, das Arzneimittel während der Mahlzeiten einzunehmen.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Beeinflussung des Reaktionsvermögens
nein

Ergänzungen-Beeinflussung des Reaktionsvermögens
Ibuprofen kann im Einzelfall auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch v.a. in höherer Dosierung das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei der einmaligen/kurzzeitigen Einnahme niedriger Dosen als Schmerzmittel sind keine Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Abhängigkeitsrisiko
nein

Ergänzungen zum Abhängigkeitsrisiko
Bei längerem, hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch (keine echte Abhängigkeit, Gefährdung durch Gewohnheitsbildung v.a. bei fixen Kombinationen mit Coffein) können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Analgetikums behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombinationen mehrerer schmerzstillender Substanzen, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Sonstige Hinweise für den Patienten
- Sollten während der Behandlung mit Ibuprofen stärkere Schmerzen im Oberbauch, Schwarzfärbung des Stuhls (Meläna) oder Hämatemesis auftreten, so ist dies dem Arzt sofort mitzuteilen sowie Ibuprofen abzusetzen.
- Das Gleiche gilt für das Auftreten von Sehstörungen.
- Bei Auftreten von Beschwerden wie Fieber, Halsschmerzen, oberfächlichlichen Wunden im Mund, Grippe-artigen Symptomen mit starker Abgeschlagenheit, Nasenbluten und petechialen Hautblutungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
- Bei der Anwendung von Ibuprofen im Rahmen der Selbstmedikation bei Schmerzen/Fieber soll ärztlicher Rat hinzugezogen werden, wenn nach 4 Tagen keine Besserung der Symptome aufgetreten ist.
- Sollten unter der Anwendung Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, ist ebenfalls sofort ein Arzt aufzusuchen.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung über einen längeren Zeitraum kann zu Kopfschmerzen führen, die sich nicht mit der weiteren und höher dosierten Gabe von Schmerzmitteln behandeln lassen.
- Alkoholgenuss kann die gastrointestinalen und zentralnervösen Nebenwirkungen verstärken.

Sonstige Hinweise/Risiken
- Bei Auftreten von gastrointestinalen Blutungen, Sehstörungen, Störungen des Blutbildes oder Überempfindlichkeitsreaktionen unter der Behandlung mit Ibuprofen muss die Substanz sofort abgesetzt werden.
- Bei Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. einer nekrotisierenden Fasciitis) unter einer systemischen Behandlung mit Ibuprofen kann die Indikation für eine antibiotischen Behandlung kann gegeben sein.
- Hemmstoffe der Cyclooxygenase/Prostaglandin-Synthese werden, da sie die Fertilität beeinträchtigen können, nicht zur Anwendung bei Frauen empfohlen, die schwanger werden wollen bzw. Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden.
- Bei ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhaut-Läsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Ibuprofen abgesetzt werden.
- Die Behandlung von Frühgeborenen mit einem hämodynamisch wirksamen Ductus arteriosus Botalli soll nur in einer Neugeborenenintensivstation unter Aufsicht eines erfahrenen Neonatologen durchgeführt werden.
Ein zweiter Behandlungszyklus ist indiziert, wenn sich der Ductus arteriosus innerhalb von 48h nach der dritten Infusion des ersten Zyklus nicht geschlossen oder wieder geöffnet hat.
Bei unverändertem Persisitieren des Ductus arteriosus nach einem zweiten Behandlungszyklus ist u.U. ein chirurgischer Eingriff notwendig.
Sollte sich nach Gabe der ersten oder zweiten Dosis eine Anurie oder manifeste Oligurie einstellen, muss vor Gabe der nächsten Dosis die Normalisierung der Urin-Ausscheidung abgewartet werden.
Da die prophylaktische Anwendung in den ersten 3 Lebenstagen des Säuglings (mit Behandlungsbeginn innerhalb von 6 Stunden nach der Geburt) bei Frühgeborenen vor der 28. Schwangerschaftswoche mit einer Zunahme der pulmonalen und renalen Nebenwirkungen verbunden war, darf Ibuprofen nicht prophylaktisch angewendet werden. Bei 3 Säuglingen wurde innerhalb von 1h nach der ersten Infusion eine schwere Hypoxämie mit pulmonaler Hypertension festgestellt, die sich jedoch innerhalb von 30 min nach inhalativer Applikation von Stickstoffoxid besserte.
Bei Frühgeborenen vor der 27. Schwangerschaftswoche wurde mit dem empfohlenen Dosierungsschema eine niedrigere Verschlussrate des Ductus arteriosus festgestellt als bei längerer Schwangerschaftsdauer.
In vitro-Untersuchungen zeigen, dass Bilirubin Ibuprofen von seiner Albumin-Bindungsstelle verdrängt, so dass das Risiko für eine Bilirubin-Enzephalopathie bei Frühgeborenen erhöht sein kann.

Hinweise/Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
- Zubereitungen zur lokalen perkutanen Anwendung dürfen nicht auf Schleimhäute oder offene Wunden aufgetragen werden.
- Parenteral anzuwendende Lösungen können mit 0,9% Natriumchlorid- oder 5% Glucose-Lösung verdünnt werden. Zwischen der Applikation von Ibuprofen und anderen Substanzen müssen die Infusionsleitungen gespült werden.
- Zur Vermeidung von Extravasationen und daraus resultierenden möglichen Gewebereizungen müssen parenterale Lösungen vorsichtig appliziert werden.

Nahrungsmittelinterakt: Resorptionsbeeinflussung
Bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme ist die Resorptionsgeschwindigkeit von Ibuprofen verzögert, tmax um etwa 30-60 min erhöht und Cmax um 30-50% vermindert. Das Ausmaß der Resorption ist nicht wesentlich verändert.(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)
Symptomatische Behandlung von
- leichten bis mäßig starken Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen)
- Fieber.

Hinweis:
Bei Beschwerden, die länger als 4 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Das Arzneimittel ist kontraindiziert bei Patienten mit:
- einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
- bekannten Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
- ungeklärten Blutbildungsstörungen
- bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder Hämorraghien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)
- gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
- zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutungen
- schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- schwerer Herzinsuffizienz.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Kindern unter 20 Kg (6 Jahren), da diese Dosisstärke aufgrund des Wirkstoffgehaltes nicht geeignet ist.

Die Anwendung des Arzneimittels in Kombination mit NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxigenase-2 Hemmer, sollte vermieden werden, da die gleichzeitige Gabe mehrerer NSAR das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen auf Grund eines synergistischen Effekts erhöhen kann.

Vorsicht ist angeraten, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.

Vorsicht (Erörterung mit dem Arzt oder Apotheker) ist vor Beginn einer Behandlung von Patienten mit einer Vorgeschichte an Bluthochdruck und oder Herzinsuffizienz geboten, da Flüssigkeitseinlagerung, Bluthochdruck und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie berichtet wurden.

In folgenden Fällen sollte Ibuprofen nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt werden; bei Patienten mit:
- unkontrolliertem Bluthochdruck
- Herzinsuffizienz
- bestehender ischämischer Herzerkrankung
- peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung.
Vergleichbare Abwägungen sollten auch vor Initiierung einer längerdauernden Behandlung von Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) gemacht werden.

Das Arzneimittel sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden bei angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z.B. akuter intermittierender Porphyrie).

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Ibuprofen die Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung beobachtet. Da Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes (SLE) sowie Mischkollagenosen (mixed connective tissue disease) dafür prädisponiert zu sein scheinen, sollte das Arzneimittel bei dieser Patientengruppe nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:
- bei Magen-Darm-Störungen oder bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Vorgeschichte
- bei Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz
- bei eingeschränkter Nierenfunktion
- bei Leberfunktionsstörungen
- direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen
- bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria- bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren, da für sie bei der Anwendung von Ibuprofen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen besteht.

Ibuprofen kann vorübergehend die Blutplättchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.

Ergebnisse experimenteller Untersuchungen weisen auf eine Abschwächung der thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung von Acetylsalicylsäure bei gleichzeitiger Gabe von Ibuprofen hin. Diese Interaktion könnte den erwünschten protektiven kardiovaskulären Effekt von ASS reduzieren. Ibuprofen sollte daher bei Patienten, die zur Hemmung der Thrombozytenaggregation ASS erhalten, nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Schwangerschaft:
- Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
- Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und postimplantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.
- Während des ersten und zweiten Trimenons der Schwangerschaft sollte Ibuprofen nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist.
- Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cylooxigenase/Prostglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.
- Falls Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Trimenons der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
- Während es dritten Trimenons der Schwangerschaft können alle Prostaglandinsynthesehemmer
-- den Fetus folgenden Risiken aussetzen: kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie), Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann
-- die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen: mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann; Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.
Daher ist Ibuprofen während des dritten Trimenons der Schwangerschaft kontraindiziert.

Stillzeit:
- Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Unerwünschte Wirkungen,ohne Angabe der Häufigkeit
orale/rektale Anwendung:
- Beeinträchtigung der weiblichen Fertilität in Folge Beeinträchtigung der Ovulation (bei Absetzen reversibel)
höher dosierte, längerfristige systemische Anwendung:
- arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Schlaganfall, Myokardinfarkt)
- Hypertonie
rektale Anwendung, zusätzlich:
- schmerzhafte Schleimhaut-Reizungen

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
orale/rektale Anwendung:
- gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhoe, Obstipation, geringfügige Magen-Darm-Blutverluste (geringere Inzidenz bei niedrig dosierter Anwendung)
parenterale Anwendung (Frühgeborene):
- Thrombozytopenie, Neutropenie
- bronchopulmonale Dysplasie
- Anstieg des Kreatinins, Abnahme von Natrium im Blut

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
orale/rektale Anwendung:
- Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Reizbarkeit, Erregung, Schlaflosigkeit (geringere Inzidenz bei niedrig dosierter Anwendung)
- gastrointestinale Ulzera, u.U. mit Blutungen und Durchbruch (teilweise ohne Warnsymptomatik, insgesamt häufiger bei Patienten im höheren Lebensalter, u.U. mit letalem Ausgang, geringere Inzidenz bei niedrig dosierter Anwendung)
parenterale Anwendung (Frühgeborene):
- intraventrikuläre Blutungen, periventrikuläre Leukomalazie, pulmonale Blutungen
- nekrotisierende Enterokolitis, Darm-Perforation
- Oligurie, Wasser-Retention, Hämaturie
lokale perkutane Anwendung:
- Hautrötungen, Jucken, Brennen, Hautausschlag (auch mit Pustel-, Quaddelbildung)

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
orale/rektale Anwendung:
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag und Hautjucken sowie Asthmaanfälle mit und ohne Blutdruckabfall
- Ödeme (insbesondere bei vorbestehender arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz)
- interstitielle Nephritis (ggf. mit akuter) Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom
- Gastritis
- bei vorbestehendem Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa: Verstärkung der bestehenden Erkrankung
- Sehstörungen
parenterale Anwendung (Frühgeborene):
- Hypoxämie
- Magen-Darm-Blutungen
- akutes Nierenversagen

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
orale/rektale Anwendung:
- Urikämie, Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Thrombozytopenie), Anämie auf Grund geringfügiger Magen-Darm-Blutverluste
- Ösophagitis, Ausbildung von intestinalen, Diaphragma-artigen Strikturen, v.a. bei Langzeittherapie: Leberschäden, Leberversagen, akute Hepatitis
- Alopezie
- v.a. zu Behandlungsbeginn (1. Monat): schwere Verlaufsformen von Hautreaktionen, wie Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom), exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom
- Papillennekrosen
- Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. nekrotisierende Fasciitis), Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung (Prädisposition evtl. bei vorbestehenden Autoimmunerkrankungen)
- Depression, psychotische Reaktionen
- Tinnitus
- arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Palpitationen
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden möglichen Symptomen: Gesichtsödem, Zungenschwellung, innere Kehlkopf-Schwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot bis zum Asthma-Anfall, Tachykardie, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock
lokale perkutane Anwendung:
- bei entsprechender Prädisposition: bronchospastische Reaktionen(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Haftungsausschluss
Die aufgeführten Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Arzneimittelhersteller. Die Inhalte sind auf wichtige Informationen reduziert, sollen sachlich informieren und keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments darstellen, können aber lückenhaft oder unvollständig sein. Die Informationen zu dem oben aufgeführten Produkt ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt und/oder Apotheker oder das Lesen des originalen Beipackzettels des Arzneimittels. Die HAD Apotheke Deutschland haftet nicht für Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt. Zu Risiken und Nebenwirkungen des Arzneimittels lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die GHD GesundHeits GmbH Deutschland ist das größte ambulante Gesundheits-, Therapie- und Dienstleistungsunternehmen Deutschlands.

Erfahren Sie mehr