ACC akut 600 Brausetabletten

10 St Brausetabletten

Hexal AG
PZN: 06197481

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Dosierung
1. Erwachsene:
Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
2-mal täglich 300 mg oder 1-mal täglich 600 mg Acetylcystein pro Tag.

2. Kinder und Jugendliche:
2.1. Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren:
Das Arzneimittel darf wegen des hohen Wirkstoffgehaltes bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht angewendet werden.

2.2. Jugendliche ab 14 Jahren:
Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
2-mal täglich 300 mg oder 1-mal täglich 600 mg Acetylcystein pro Tag.

Art und Dauer der Anwendung
- Die Brausetabletten werden nach den Mahlzeiten in einem Glas Wasser aufgelöst und eingenommen.
- Das Arzneimittel darf ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4-5 Tage eingenommen werden.

Allgemeine Hinweise zur Anwendung
- Die Anwendung von Acetylcystein, insbesondere zu Beginn der Behandlung, kann zu einer Verflüssigung und damit zu einer Volumensteigerung des Bronchialsekrets führen. Ist der Patient nicht in der Lage dieses ausreichend abzuhusten, sollten geeignete Maßnahmen (z.B. posturale Drainage und Absaugen) durchgeführt werden.
- Die Anwendung von Aktivkohle kann die Wirkung von Acetylcystein verringern.
- Berichte über eine Inaktivierung von Antibiotika (Tetracyclin, Aminoglykoside, Penicilline) durch Acetylcystein betreffen bisher ausschließlich In-vitro-Versuche, bei denen die betreffenden Substanzen direkt gemischt wurden. Dennoch soll aus Sicherheitsgründen die orale Applikation von Antibiotika getrennt und in einem mindestens 2-stündigen Abstand zeitversetzt erfolgen. Dies gilt nicht für Cefixim und Loracarbef.

Hinweise zur Handhabung
Ein bei der Lagerung des Präparates auftretender leichter Geruch nach Schwefelwasserstoff beruht auf dem normalen Alterungsprozess des Präparates. Er ist, solange das Verfallsdatum nicht überschritten ist, jedoch unbedenklich und im Hinblick auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Präparates ohne Belang.
Hinweise an den Patienten:
- Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein beendet werden.
- Bisher sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt geworden. Mögliche Nebenwirkungen könnten jedoch das Reaktionsvermögen beeinflussen.

Therapieabbruch:
- Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein beendet werden.

Beeinflussung von Laborparametern:
- Acetylcystein kann die kolorimetrische Gehaltsbestimmung von Salicylaten beeinflussen.
- Bei Harnuntersuchungen kann Acetylcystein die Ergebnisse der Bestimmung von Ketonkörpern beeinflussen.

Inkompatibilitäten:
- Das Auflösen von Acetylcystein-Zubereitungen gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.
Zur Verflüssigung des Schleims und Erleichterung des Abhustens bei erkältungsbedingter Bronchitis.

Hinweise zu den Anwendungsgebieten
Bei kombinierter Anwendung von Acetylcystein mit Antitussiva kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen, so dass die Indikation zu dieser Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig gestellt werden sollte.
Absolute Kontraindikationen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf wegen des hohen Wirkstoffgehaltes bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht angewendet werden.

Warnhinweise/Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht in der Anwendung bei Patienten mit Asthma bronchiale und bei Patienten mit Ulcusanamnese.

Bei Patienten mit Histaminintoleranz ist Vorsicht geboten. Eine längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da Acetylcystein den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z.B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann.

Schwangerschaft
- Für Acetylcystein liegen keine ausreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen.
- Die Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft sollte nur nach strenger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.

Stillzeit
- Es liegen keine Informationen zur Ausscheidung in die Muttermilch vor.
- Die Anwendung des Arzneimittels in der Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Allgemeine Angaben zu unerwünschten Wirkungen
Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. In den meisten dieser berichteten Fälle wurde mindestens ein weiterer Arzneistoff gleichzeitig eingenommen, durch den möglicherweise die beschriebenen mukokutanen Wirkungen verstärkt werden könnten. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein sofort beendet werden.

Darüber hinaus wurde sehr selten (<1/10.000) über das Auftreten von Blutungen im Zusammenhang mit der Gabe von Acetylcystein berichtet, zum Teil im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen. Eine Minderung der Blutplättchenaggregation in Gegenwart von Acetylcystein ist durch verschiedene Untersuchungen bestätigt worden. Die klinische Relevanz ist gegenwärtig noch nicht geklärt.

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (>= 0,1% und < 1%)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Kopfschmerzen
- Tinnitus
- Tachykardie
- Hypotonie
- Stomatitis, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Urtikaria, Rash, Angioödem, Juckreiz, Exanthem
- Fieber

Seltene unerwünschte Wirkungen (>= 0,01% und < 0,1%)
- Bronchospasmus, Dyspnoe
- Dyspepsie

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 0,01%)
- Anaphylaktischer Schock, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen
- Hämorrhagie

Unerwünschte Wirkungen ohne Angabe der Häufigkeit
- Gesichtsödem


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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